• Unkrautgourmet

Wildkräuter gegen Frühjahrsmüdigkeit


Die Tage werden länger, die ersten Sonnenstrahlen laden zu Outdooraktivitäten ein und alles erwacht in der Natur vom Winterschlaf. Doch bei einigen von uns hält sich diese Euporie in Grenzen, denn man fühlt sich schlapp und ausgepowert. Die Frühjahrsmüdigkeit hat wieder zugeschlagen. Wir können sie mit den ersten frischen Wildkräutern aus der Natur abstreifen und uns fit schlemmen. Diese sind genau richtig , das Immunsystem auf Touren zu bringen. Brennessel, Bärlauch und Co. bieten dem geforderten Organismus genau die richtige Portion Vitamine, Mineralien und Spurenelemente. Ich stellen Ihnen einige dieser "Frühlings-Power-Pflanzen" vor...

Brennessel Die Pflanze ist eine der bekanntesten Kräutern in unseren Breiten. Ihre Wirkstoffe sind gut erforscht. Die Brennessel enthält reichlich Gerbstoffe und Mineralstoffe - besonders Eisen, Vitamin C, Vitamin A, Flavanoide. Diese wirken blutreinigend und regt die Nierentätigkeit an. Sie ist schleimlösend und stimuliert die Verdauungsdrüsen in Magen, Darm, Leber, Galle, etc. Traditionell wird die Pflanze dementsprechend gegen Magenbeschwerden und Durchfall verwendet. Machen Sie sich einen Tee oder nehmen die jungen Triebe (ohne Brennhäarchen) und mischen sich einen Widkräutersalat. Bärlauch Die Pflanze wird wegen ihres Geruchs und Geschmacks auch oftmals als "wilder Knoblauch" bezeichnet. Der Frühling ist die beste Sammelzeit für die Pflanze. Sie ist vor allem in den Auenwäldern West- und Mitteleuropas vorzufinden. Bärlauch ist eine wahre Vitamin C-Bombe. Sie enthält von dem Vitamin reichlich. Aber auch Lauchöle, Mineralstoffe und Schleimstoffe tummeln sich in der Pflanze in Hülle und Fülle. Wie sein zahmer Bruder, der Knoblauch, wirkt die Pflanze verdauungsfördernd, kräftigend und blutbildend. Löwenzahn Die Frühlingspflanze Löwenzahn wird oftmals auch "Ginseng des Westens" genannt. Und diese Pflanze hat es wirklich in sich. Seine Wurzeln enthalten alleine über 50 wichtige Wirkstoffe. Dies sind, um nur einige zu nennen, Gerbstoffe, enzymatisch wirkende Substanzen, Bitterstoffe, Vitamin B2, C, D, Mineralien wie Eisen, Silicium, Mangan und Schwefel. Seine Bitterstoffe und Spurenelemente regen den gesamten Stoffwechsel an. Zudem entwässert Löwenzahn und unterstützen die Lebertätigkeit (deren Belastung drückt sich als erstes in Müdigkeit aus), regt die Galle und Bauchspeicheldrüse an. Ausserdem ist er blutbildend, harntreibend und magenstärkend. Wahrlich ein Allheilmittel. Sauerampfer Sauerampfer entführt in die Kindheit zurück. Wer hat nicht bei einem Ausflug auf einer Wiese die säuerlich schmeckende Pflanze gepflückt. Und sich damit unbewusst etwas Gutes getan. Denn die Pflanze ist ein kleiner Geheimtipp. Sie wirkt blutreinigend und ist gut für die Haut. Sie regt die Tätigkeit der Niere und Leber an. Übertreiben Sie es jedoch nicht. Zuviel sollte man nicht von der Pflanze essen. Pfefferminze Die Blätter der Pflanze ist nicht nur ein wohlbekanntes Mittel bei Erkältungen aller Art. Sie wirkt vor allem bei bei krampfartigen Beschwerden im Magen-Darmbereich und der Gallenwege. Als Tee wird Pfefferminze auch gerne gegen Appetitlosigkeit, Nierenschwäche und Herzschwäche verwendet. Die Heilpflanze wirkt entsprechend tonisierend (kräftigend und vitalisierend). Rezept gegen die Müdigkeit - Pfefferminzmilch Übergiessen Sie getrocknete Pfefferminzblätter mit kochender einen halben Liter Milch. Dieses etwa 7 Minuten abgedeckt ziehen lassen und durch ein Teesieb abseihen. Die Milch In kleinen Schlucken trinken. Die ätherischen Öle der Pfefferminze wirken anregend auf den Kreislauf und hilft somit gegen Abgeschlagenheit und Mattigkeit. Johanniskraut und Rosmarin Das Einsatzgebiet des Johanniskrauts ist nur zu gut bekannt. Die Pflanze hilft gegen depressive Verstimmungen. In ihr befinden sich verschiedene Wirkstoffe, die in seiner Wirkweise dem des Hormons Serotonin gleicht. Rosmarin hat seinen Ursprung am Mittelmeer. Als Gewürz mediterraner Gerichte ist die Pflanze seit jeher beliebt. Sein Verzehr wirkt jedoch auch anregend auf den Kreislauf und steigert den Blutdruck.


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