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Die Wiesenkönigin des Sommers

  • Autorenbild: Unkrautgourmet
    Unkrautgourmet
  • 8. Juli
  • 3 Min. Lesezeit

Wenn Ende Juni die feuchten Wiesen in ein cremeweißes Blütenmeer getaucht sind und ein Duft nach Honig, Vanille und Bittermandeln in der Luft liegt, beginnt für mich eine der schönsten Wildkräuterzeiten des Jahres.

Das Mädesüß (Filipendula ulmaria), auch Wiesenkönigin genannt, gehört zu meinen absoluten Lieblingspflanzen. Seit Jahrhunderten wird sie als Heilpflanze geschätzt und spielte bereits bei den Kelten und Germanen eine besondere Rolle. Ihre Blüten schmückten Feste, wurden als Streukraut verwendet und galten als Symbol für Reinheit, Lebensfreude und den Sommer.

Doch die Wiesenkönigin kann noch viel mehr: Sie bereichert auch die Wildkräuterküche mit ihrem unverwechselbaren Aroma. Ihre Blüten erinnern an Honig, Mandeln, Vanille und einen Hauch Marzipan, perfekt für süße Sommergerichte.

Heute zeige ich dir meine drei liebsten Rezepte.



Mädesüß-Sirup (ohne Zucker)

Dieser Sirup gehört für mich in jeden Sommer.

Mit Mineralwasser aufgegossen entsteht eine herrlich aromatische Wildkräuterlimonade.


Zutaten

  • 20 Blütenstände Mädesüß

  • 1 Liter Wasser

  • 1 unbehandelte Zitrone oder 15 g Zitronensäure

  • Honig nach Geschmack



Zubereitung

Die Mädesüßblüten vorsichtig ausschütteln und zusammen mit den Zitronenscheiben in ein großes Glas geben. Mit einem Liter Wasser auffüllen und das Gefäß verschließen.

Den Ansatz 48 Stunden bei Raumtemperatur ziehen lassen.

Danach alles durch ein feines Sieb abseihen, nach Belieben mit Honig süßen und einmal kurz aufkochen. Den heißen Sirup sofort in sterile Flaschen füllen und verschließen.

Biite folgendes beachten: Das Konzentrat muss genügend Säure enthalten.

Der Sirup muss heiß abgefüllt und fest verschlossen werden, sodaß keine

Keime eindringen können.

Serviertipp: Mit Mineralwasser, Eiswürfeln und einer Zitronenscheibe entsteht ein wunderbar erfrischendes Sommergetränk.


Wiesenkönigin-Creme

Ein feines Sommerdessert, das mit wenigen Zutaten auskommt und durch den Duft des Mädesüßes zu etwas ganz Besonderem wird.

Zutaten

Für die Creme

  • 200 ml süße Sahne

  • ¼ TL Agar Agar

  • 1 gestrichener EL Zucker

  • 1 EL frische Mädesüßblüten

Für das Topping

  • 100 g Johannisbeeren

  • 1 EL Mädesüßsirup

Zubereitung

Die Sahne zusammen mit den Mädesüßblüten über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.

Am nächsten Tag die Blüten abseihen. Die aromatisierte Sahne erhitzen, Agar Agar einrühren und kurz aufkochen. Etwa zwei Minuten leicht köcheln lassen und anschließend den Zucker unterrühren.

Die Creme in kleine Förmchen füllen und mehrere Stunden kalt stellen.

Kurz vor dem Servieren die Johannisbeeren mit Ahornsirup und frischen Mädesüßblüten vermengen und als fruchtiges Topping auf der Creme verteilen.

Mein Tipp: Die leichte Säure der Johannisbeeren harmoniert wunderbar mit dem feinen Mandel- und Vanillearoma des Mädesüßes. Ich fertige aus den Johannisbeeren ein Pürree und verwende es als Topping und als Dessertspiegel.


Knusprige Wiesenkönigin

Kaum jemand glaubt, dass man Mädesüßblüten ausbacken kann. Dabei werden sie außen herrlich knusprig und behalten ihr feines Aroma.

Zutaten

  • 1 Handvoll frische Mädesüßblüten

  • 100 g Weizen- oder Dinkelmehl

  • 1 Ei

  • ca. 100 ml Milch oder Mineralwasser

  • 1 Prise Salz

  • etwas Rapsöl zum Besprühen


Zubereitung

Die Blüten vorsichtig ausschütteln und die Stiele etwas einkürzen.

Aus Mehl, Ei, Milch und Salz einen dickflüssigen Backteig anrühren.

Die Blüten an den Stielen festhalten, durch den Teig ziehen und leicht abtropfen lassen.

Ich verwende zum ausbacken einen Airfryer, man kann es natürlich auch in der Pfanne machen.Den Korb des Airfryers leicht mit Öl einsprühen.

Die Blüten bei 180 °C etwa 8–10 Minuten goldbraun backen und nach der Hälfte der Zeit vorsichtig wenden.

Nach Belieben mit Mädesüß Puderzucker bestäuben.

Mein Tipp: Zusammen mit frischen Erdbeeren, Himbeeren oder Johannisbeeren servieren, ein traumhaftes Sommerdessert.



Hinweis: Mädesüß enthält natürliche Salicylatverbindungen.

Bei einer bekannten Salicylat- oder ASS-Unverträglichkeit sollte auf den Verzehr

verzichtet werden. Weitere Informationen über das Mädesüß findest du hier.

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