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  • AutorenbildUnkrautgourmet

Gemeine Hasel (Corylus avellana)



Auf einen Blick:

Spitznamen: Haselstrauch, Waldhasel, Haselnussstrauch,Hexenhasel

Ordnung: Buchenartige (Fagales)

Familie: Birkengewächse (Betulaceae)

Verwendete Pflanzenteile: Knospen, Kätzchen, junge Blätter, Rinde,junge Nüsse, reife Nüsse.

Erntezeit: ganzjährig

Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Eisen, Eiweiß, Flavonoide, Harze, Kalium, Kalzium, Magnesium, Phosphor, Vitamin A + B



Eigenschaften: blutreinigend, blutstillend, schweißtreibend, stoffwechselanregend, adstringierend.


Hier fühlt sich die Hasel wohl

Die Gemeine Hasel findest du an Waldrändern, im Unterholz lichter Laubwälder und an Bachufern.


Geschichte, Zauber und Magie

Der Volksname „Hexenstrauch“ weist auf die mit der Hasel stark verbundene Magie, die Hasel schenkt Weisheit und öffnet Tore zu anderen Dimensionen. Am Johannitag (24.Juni) schnitt man die Rute, denn das Holz der Hasel galt bei den Kelten und Germanen als hervorragendes Material für Zauberstäbe und Wünschelruten. Ebenso der Wanderstock, welcher vor Schlangenbissen schützen sollte, wurde am 24.Juni geschnitten. Haselnüsse wurden früher von den Kelten gegessen, um deren weissagende Fähigkeit zu stärken.

Ein Hasel Ast an jeder Ecke des Hauses in die Erde gesteckt, soll störende Energien und böse Geister fernhalten. Die Hasel gilt wie der Holunder und der Wacholder als mystische Pflanze, darum trugen früher Richter eine Halskette mit kleinen Rinden, Nüssen und Holz der Hasel auf Herzhöhe. Das alte Volk wusste, dass eine Kette aus 7 Stücken der Hasel das lichtvolle Feenvolk ruft, eine Kette mit 9 Stücken geht etwas dunklere Wege.


Wofür du die Hasel verwendest

„Vorbei ist bald des Winters Weh, streut die Hasel Goldstaub in den Schnee“. Die Hasel zeigt uns mit ihrem goldenen Pollenstaub, dass der Winter bald enden wird. Dieser Pollen ist auch wichtig für die Bienen, denn er ist reich an Eiweiß und dient als Anbautracht zur Fütterung der neuen Brut. Darum auch nur wenige Kätzchen sammeln, denn sie sind die ersten Pollenlieferanten für die Bienen.

Die Blüten der Hasel (Kätzchen) sind phänologische Zeiger für den Vorfrühling. Die Haselkätzchen können für unser Wohlbefinden genutzt werden.

Haselsträucher oder Haselbäume gehören zu den ältesten Nutzpflanzen, denn ihre Früchte, die Haselnüsse, sind sehr wertvoll für uns durch ihren hohen Anteil an Fetten. Dieses Wissen machten sich schon unsere Vorfahren zunutze und hat ihnen über die langen und harten Winter geholfen.

Man verwendet das Öl der Früchte sowie Rinde und Blätter bei vielfachen Beschwerden, wie zum Beispiel Entzündung der Lunge, Geschwüren oder Hautentzündungen. Die Knospen finden Verwendung bei Erkältungen und grippalen Infekten als Tee oder aber als Frühjahrskur um deinen Organismus in Schwung zu bringen.


Die Wald-und Wiesenkräuterküche:

Haselkätzchen könnt ihr roh vom Strauch naschen, sie sind u.a vitalisierend, antioxidativ, stoffwechselanregend und ein guter Proteinlieferant. Ich verwende die Haselkätzchen als Streckmehl beim Backen oder als Zugabe zu aufstrichen, Kräuterbutter oder eingelegt in Essig als „Wilde Mixed Pickles“.

Allergikern wird von der Verwendung abgeraten!


Hinweis: Ich gebe dir meine Tipps und Tricks weiter, dieich selbst im Alltag lebe. Meine Rezepte sind kein Ersatz für eine medizinische Beratung und Behandlung vom Facharzt.

Zusätzlich können die hausgemachten Heilmittel aber immer auch eine gute Ergänzung sein.

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