Die Knospen der Schwarzen Johannisbeere
- Unkrautgourmet

- 17. Feb.
- 2 Min. Lesezeit
Gemmotherapie – kraftvoll, wenn die Zeit reif ist
Ein bisschen müssen wir uns noch gedulden.
Doch die Knospenzeit steht bereits in den Startlöchern.
Der Frühling ist die Phase der Regeneration – für die Natur genauso wie für uns. Nach dem langen Winter beginnt der Körper, sich neu zu ordnen. Genau hier setzen Knospen an. In der Gemmotherapie, auch Knospentherapie genannt, werden sie als besonders kraftvolle Begleiter im Frühling geschätzt.
Knospen tragen das ganze Potenzial der Pflanze in sich.
Sie unterstützen uns in Übergangszeiten und wirken unter anderem:
vitalisierend
entgiftend
stoffwechselanregend
immunstärkend
Die Königin der Knospen
Für mich ist die Knospe der Schwarzen Johannisbeere der Star der Gemmotherapie.
In der Phytotherapie wird sie oft als „natürliches Kortison“ bezeichnet – ein Ausdruck, der ihre breite und kraftvolle Wirkung beschreibt.
Traditionell wird sie unterstützend eingesetzt bei:
Entzündungen
allergischen Reaktionen
Heuschnupfen
allergischem Asthma
Darüber hinaus findet sie Anwendung bei:
rheumatischen Beschwerden
Gicht
Arthrose
Entzündungen der Atemwege
Was mich an dieser Knospe besonders fasziniert, ist ihre Vielschichtigkeit. Sie wirkt nicht eindimensional, sondern regulierend – genau das, was wir nach dem Winter oft brauchen.
Knospen – pure Pflanzenkraft im Miniaturformat
Knospen sind Embryonalgewebe.Sie enthalten alle Informationen, Mineralien und Wachstumskräfte, die die Pflanze braucht, um Blätter, Blüten und Früchte hervorzubringen. Die Mutterpflanze versorgt sie mit allem, was für diesen Neubeginn notwendig ist.
Kein Wunder also, dass Knospen so potent sind.Und genau deshalb brauchen wir auch nur sehr wenig davon.
Beim Sammeln gilt für mich eine klare Regel:Knospen sammelt man im Fingerhut.
Wir nehmen nur wenige, achtsam und respektvoll, um die Pflanze nicht zu schädigen. Denn ihre Kraft entfaltet sich nur dann, wenn wir ihr Zeit lassen.
Geduld gehört zur Pflanzenarbeit
So sehr ich mich auf die Knospenzeit freue – sie lässt sich nicht erzwingen.
Die Knospen der Schwarzen Johannisbeere entfalten ihre volle Kraft erst dann, wenn der Frühling wirklich da ist. Wenn die Tage länger werden, die Temperaturen steigen und der Saftfluss einsetzt.
Bis dahin heißt es warten.Und beobachten.
Jetzt ist die Zeit für Vorbereitung
Auch wenn wir noch nicht sammeln, können wir uns jetzt schon vorbereiten – mit Wissen.Indem wir uns mit der Pflanze beschäftigen, ihren Standort kennenlernen, ihre Entwicklung verfolgen und verstehen, wann der richtige Moment gekommen ist. In der Regel werden Knospen am besten im Spätwinter bis Vorfrühling gesammelt.
Für mich beginnt Pflanzenarbeit nicht mit dem Sammeln, sondern mit dem Hinsehen.
Und wenn der Frühling dann wirklich da ist, sind wir bereit.











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