Ich esse meinen Weihnachtsbaum

Ich finde die Weihnachtszeit wunderbar, mit den kleinen Kerzen und Lichtern-alles sieht so heimelig aus und leutet die festliche Jahreszeit ein. Das ganze wird dann perfekt, wenn der Weihnachtsbaum fertig geschmückt im Zimmer steht und man mit einem Glas Punsch dieses wohlige Atmosphäre am Kamin genießen kann. Früher standen die Weihnachtsbäume bis Maria Lichtmeß bei den Menschen in den Häusern. Der 2.Februar war das Datum an dem der Weihnachtsbaum aus den den Stuben und Kirchen geräumt wurde.Der christliche Feiertag ist traditionell somit das letzte Fest der Weihnachtszeit und zugleich ein Neubeginn, wenn Kerzen in Lichterprozessionen für das neue Jahr geweiht werden. Doch heutzutage fliegen die meisten Bäume spätestens am 6.Januar aus unseren Wohnzimmern raus. Schade, denn die Ansprüche die wir mittlerweile an unseren Weihnachtsbaum stellen sind hoch-er soll gerade sein, hochgewachsen,möglichst wenig nadeln und ohne irgendwelche umweltschädlichen Pestizide behandelt sein.

Ich hole meinen Weihnachtsbaum aus dem Wald von einem Freund, denn ich möchte ihn nach den Festtagen aufessen bzw. für meine "Naturapotheke"verwenden. Unser Weihnachtsbaum enthält neben Vitamin C, ätherische Öle, Gerb-und Bitterstoffe sowie Mineralien und Spurenelemente. Also perfekt einzusetzen bei Erkältungs-und Atemwegserkrankungen. Kulinarisch ist er auch vielseitig verwendbar, denn seine Nadeln kannst Du zum verfeinern von Speisen und Getränken verwenden. Die Nadeln einfach pürieren oder mit dem Wiegemesser zerkleinern.


Heute habe ich für Dich vier einfache Rezepte rausgesucht.


1.Waldbutter

  • 1 Stück Butter

  • 1 Handvoll Tannennadeln, sehr fein geschnitten

  • 3 bis 5 Streifen Zitronenschale, klein geschnitten

  • ein Spritzer Zitronensaft,

  • etwas Salz und eventuell Pfeffer nach Geschmack

Und so wird`s gemacht:

Die Butter sollte weich sein,alle Zutaten gut mit der Gabel mischen. Dann die Butter in den Kühlschrank stellen und fest werden lassen. Die aromatisierte Butter passt gut zu Grillgerichten ,Fondue oder zu Pasta. Sie geht aber auch pur oder als Aufstrich unter Käse auf Brot.

Mein Tipp: Probieren Sie auch kleingeschnittene Maronen oder Trüffel als Topping.


2. Waldbaden -Badezusatz

  • 500 g grobes Salz, zum Beispiel besonders mineralstoffhaltiges Totes-Meer-Badesalz

  • 2 EL Rapsöl

  • 7-8 TL getrocknete Fichtennadeln

  • 20 Tropfen Weißtannenöl

  • 20 Tropfen Eukalyptusöl

  • 5 Tropfen ätherisches Lavendelöl

Und so wird`s gemacht:

Das Salz und Heilkräuter in eine große Schüssel geben. Das Rapsöl und ätherische Öle in einem Schälchen vermischen, damit sich die ätherischen Öle im Badesalz gleichmäßiger verteilen lassen. Die Öle zum Kräuter-Salz-Gemisch geben und alles gut vermengen.

In ein oder mehrere Schraubgläser geben und verschließen.

Vor der Verwendung mindestens einen Tag lang durchziehen lassen. Dieser Badezusatz ist ca. 6 Monate haltbar. Du benötigst für ein Vollbad ca. 5-6 EL.



3. Weihnachtsbaum Sirup

  • 1 Handvoll Nadeln (Fichte oder Tanne)

  • Wasser

  • ca. 200 g braunen Zucker

Und so wird`s gemacht:

Die Nadeln in einen Topf geben und so viel Wasser hinzufügen, dass die Nadeln bedeckt sind. Das ganze Aufkochen und 20 Minuten sanft köcheln lassen. Das Kochwasser durch ein Sieb in eine Tasse oder einen Messbecher gießen und die Flüssigkeit mit der gleichen Menge Zucker vermischen und erneut aufkochen und noch heiß in kleine gereinigte Glasflaschen abfüllen.


4. Sandorn küsst Tanne

  • ein Fichten oder Tannenzweig

  • Sandornsaft und ein paar Beeren

  • Gewürze wie Zimt und Nelken

  • Orangenscheiben


Und so wird‘s gemacht:

In einem Topf den Sanddornsaft erwärmen, nicht kochen. Die Gewürze wie Nelken und Zimtstangen hinzugeben. Ich mag es zusätzlich noch mit etwas Vanillezucker.

Eine Orangenscheibe und den Fichtenzweig in das Punschglas geben und mit dem erwärmten Sandornsaft aufgießen. Mit Sanddornbeeren garnieren.

Mein Tipp: Alternativ kann man auch Cranberries verwenden oder Zitrone.