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Apfel oder Birne ? Die Quitte


Der Herbst ist da und verzaubert uns mit allen seinen leuchtenden Farben. Jetzt ist es Zeit sich auf den Winter vorzubereiten, Obst einzukochen, die letzten Wildkräuter zu trocknen und ein paar leckere Relish vorzubereiten.

Auf den ersten Blick sieht der Quittenbaum aus wie ein Apfel –oder Birnenbaum.

Der Quittenprofi erkennt natürlich sofort, dass es sich um Quitten handelt, die zur Familie der Rosengewächse gehören

heutzutage ist die Quitte ziemlich unbekannt, aber unsere Mütter und Grossmütter haben die Quitte noch sehr geschätzt und daraus im Winter Quittenmus und Quittenbrot hergestellt, letzteres eine süssherbe Köstlichkeit, die zusammen mit Keksen auf dem Weihnachtsteller lagen. Ihre Urheimat liegt in den Ländern im Süden des Kaukasus; von dort bürgerte sie sich im nahen, mittleren, fernen Osten und in ganz

Südeuropa ein.

Die Phönizier und Griechen verbreiteten sie wohl rund ums Mittelmeer

In die nördlichen Provinzen Roms gelangte sie vermutlich vor etwa 2000 Jahren mit dem florierenden Fernhandel.

Man kann aus den Quitten Konfitüren, Gelees, Kompott, Dörrobst oder Gesundheitstrunks aus Quitten machen. Wegen ihres aromatischen Duftes wurden sie früher außerdem gerne in die Wohnstube oder in den Wäscheschrank gelegt. Quitten sind besonders gut zur Stärkung von Magen und Darm,weil sie sehr viel Pektin und Schleimstoffe enthalten. Außerdem sind sie reich an Vitamin C, Kalium, Natrium, Zink, Eisen, Kupfer, Mangan, Fluor, Gerbstoffe und Gerbsäure.

Das Quittenaroma ist nicht nur eine wunderschöne Herbstdekoration, sondern verbreitet auch einen angenehmen Raumduft und lässt uns besser durchatmen.

Seit jeher gelten die Quitten als Symbol für Liebe, Glück, Fruchtbarkeit, Klugheit, Schönheit, Beständigkeit und Unvergänglichkeit.

Die heilige Hildegard von Bingen (1099-1179) schreibt über die Quitte: „Der Quittenbaum ist mehr kalt und gleicht der Schlauheit, die manchmal unnütz ist und manchmal nützlich. Aber sein Holz und seine Blätter sind nicht sehr nützlich zum Gebrauch des Menschen, und seine Frucht ist warm und trocken und hat eine gute Mischung in sich. Wenn sie reif ist, schadet sie roh gegessen weder dem kranken noch dem gesunden Menschen, aber gekocht oder gebraten ist sie dem Kranken und dem Gesunden sehr bekömmlich.“

(Bildquelle: Marion Putensen)