• Unkrautgourmet

"Hallo, Wald!!


Waldbaden ist derzeit in aller Munde. Alle versuchen den Wald und die Natur als " Grünen Arzt" rezeptfrei zu verwenden. Doch was hat es wirklich auf sich damit.

Meine Spurensuche in den Wäldern der Lüneburger Heide.

Ich konnte mich noch nie damit anfreunden, Bäume zu umarmen oder in ein Zwiegespräch mit einer Eiche zu fallen.Dennoch muss ich mir eingestehen, erfahre ich immer wieder, wie gut es mir tut, im Wald zu sein um etwas für meine Psychohygiene zu tun. Bei meinen Aufenthalten im Wald werde ich ruhig und die Welt scheint eine Weile still zu stehen. Ist der Kopf voller Gedanken, so ist der Wald der beste Platz um wieder durchzuatmen, aufzutanken und sich eine kurze Auszeit vom Alltag zu nehmen.Ich lasse die Natur auf mich wirken und kann ganz und gar im "Grün" mit seinen unterschiedlichen Farbstufen versinken.Mir gefällt es den Alltagsstress wegzuschieben und den Wald bewusst mit allen Sinnen zu erleben.Mal an nichts zu denken, dem Rauschen der Bäume zu lauschen, die unterschiedlichen Duftmischungen des Waldes einzuatmen und ohne Ziel durch den Wald zu schlendern. Die Einen verstehen darunter Psycho Therapie im Wald, die anderen nutzen den Wald als Bewegungs-und Entspannungsraum mit positiven Effekten und physiotherapeutischen Maßnahmen, Dritte nennen es kurz"Waldbaden". In einem sind wir uns aber alle einig: Das Waldbaden ist gesundheitsfördernd und abhängig vom Waldtyp ( Laub-; Misch-oder Nadelwald) bildet der Wald sein spezifisches Waldklima aus-und das tut gut! Der Wald bietet ein großes heilendes und gesundheitsförderndes Potential durch diverse Möglichkeiten der Beruhigung und der Stimulierung aller Sinne, denn wir Menschen brauchen sowohl Anregung als auch Entspannung. Der Naturraum Wald wird jedoch hierzulande leider noch nicht als Instrument für die Gesundheitliche Prävention, Therapie oder Rehabilitation von bestimmten Erkrankungen definiert und zielgerichtet eingesetzt. Länder wie Japan und Südkorea verfügen über eine lange Tradition der „Waldtherapie“ und „Waldmedizin“ und beschäftigen sich seit geraumer Zeit mit diesem Thema.

Waldpflanzen waren die ersten Arzneimittel des Menschen. Seit Jahrtausenden liefert der Wald Blüten, Früchte, Blätter, Borke, Holz und Wurzeln als Grundlage traditioneller und moderner Medizin.

Dabei sind die Erfahrungen der Kräutersammler und Medizinmänner der Naturvölker von der moder- nen Medizin noch lange nicht ausgewertet.

Bereits unsere Vorfahren sahen so manches Waldtier als wandelnde Apotheke an und in der historischen Waldmedizin wurde bereits die Eiche 1764 als Heilmittel erwähnt.Schon Hippokrates (460–377 v. Chr.) kannte die Weidenrinde als Fiebermittel. Vor rund 100 Jahren (1897) gelang die chemisch reine Herstellung der in den Weiden vorhandenen Salicylsäure in Form des Aspirins.

Heute ist das antirheumatische, fiebersenkende und schmerzstillende Aspirin die verbreiteste „Droge“ der Welt.

Für mich ist der Wald und die Natur die beste Medizin und ich freue mich schon auf die nächste Therapieeinheit in der "Grünen Praxis" bei Dr. Baum :-).

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